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Work & Travel in Australien planen

Warum du vielleicht doch lieber kein Working Holiday machen solltest

von Eline Bakker

 

SEB aufDerTerrasse 900

 

Jaja, der Lebenslauf! Um einen guten Job zu finden benötigen wir ausgezeichnete Zeugnisse, Auslandsaufenthalte, Praktika, Berufserfahrung, ein Studium im Schnelldurchlauf und so viele „Soft Skills“ wie möglich – so wird es uns zumindest suggeriert.

Auf dem Papier ist ein Working Holiday in Australien bestens dazu geeignet, gleich mehrere dieser Anforderungen zu erfüllen. Beim Work & Travel werden Auslands- und Berufserfahrung gleichzeitig abgehakt, obendrauf sammeln wir wichtige Lebenserfahrung und können uns ausgezeichnete Organisations- und Improvisationskenntnisse auf die Fahnen - und in den Lebenslauf – schreiben. Theoretisch.

FALSCH.

Work & Travel ist zunächst einmal eine sehr individuelle, nicht ganz preiswerte, aber unfassbar wertvolle Erfahrung, in der sprichwörtlich alles kann und nichts muss. Dennoch begegnen uns immer wieder Reisende, die nach nur wenigen Wochen oder Monaten enttäuscht und im schlimmsten Falle sogar mit Schulden beladen von ihrem Working Holiday zurückkehren.

Die häufigsten Fehlerquellen stelle ich euch im Folgenden vor.

1. Frag Mutti und Vati. Oder vielleicht manchmal besser nicht

Du freust dich tierisch darauf, nach Australien zu fahren, aber hast wenig Lust auf den Papierkram, der damit einhergeht? Jede Sekunde, die du dich nicht mit Reiseplanung, Flugbuchung und Auslandskrankenversicherung, SIM-Karten, Lebensläufen oder Starter Packages beschäftigen musst, ist gewonnene Zeit? Also bittest du Mutti, Vati, Opi oder deine Freunde, mit denen du unterwegs bist, das doch bitte für dich zu übernehmen?

Oder vielleicht möchtest du gar nicht unbedingt nach Australien, aber die Cousine vom Schwippschwager der Nachbarin hat deiner Mutter erzählt, dass ihre Kinder eine tolle Zeit in Australien hatten, und jetzt sind deine Eltern der Meinung, dass das eine tolle Idee wäre und zahlen gleich mal alles für dich?

Mal ehrlich: Wenn du wirklich nach Australien möchtest, dann kümmere dich am besten komplett selbst darum. Es ist dein Leben – also auch dein Programm. Ein gewisses Maß an Selbstständigkeit wird dir vor Ort ohnehin abverlangt werden, also kannst und solltest du am besten schon bei der Planung damit anfangen. Mutti den Flug buchen zu lassen (selbst wenn sie zahlt) oder dir von anderen deine Zeit in Australien organisieren zu lassen ist nicht unbedingt der beste Start in die ultimative Freiheit.

Und die gute Nachricht: In Deutschland gibt es viel mehr Papierkram als in Australien. Diesen selbst zu erledigen ist sinnvoll – allein schon, damit du am Ende alle Fäden selbst in der Hand hältst. Glaub uns, es lohnt sich.

2. Ein Mindestmaß an Planung und Finanzen ist fast buchstäblich lebenswichtig

Es klingt ja alles ganz wunderbar: Erstmal ab nach Australien und dann mal schauen. Vielleicht ein bisschen Surfen, vielleicht ein bisschen arbeiten, vor allem aber viel Spaß haben.

Da gibt es nur ein Problem.

Aus dem Land der unbegrenzten Weite ist in den letzten Jahren ein zunehmend regulierter und wirtschaftsstarker Staat geworden. Mit anderen Worten: „Ohne Moos nix los“ gilt in besonderem Maße auch für Australien. Bei Hostelpreisen von zum Teil über 40 A$ pro Nacht und – für deutsches Verständnis – überaus teuren Lebensmitteln – ist ein Finanzpolster von mehreren tausend Dollar sinnvoll, wenn nicht gar unumgänglich. Zu viele Backpacker fliegen nach nur wenigen Wochen frustriert zurück – schlicht und einfach, weil ihnen nach kurzer Zeit das Geld ausgegangen ist. Das muss nicht sein.

Auch etwas grundsätzliche Planung ist nicht verkehrt: Zu welcher Jahreszeit ist es sinnvoll, wohin zu reisen? Und vor allem: Wann gibt es wo viele Jobs für Backpacker? Überhaupt, als was möchtest du eigentlich arbeiten, wo und ab wann? Wie lange reicht dein Geld und was möchtest du damit ungefähr anstellen?

All das sind Fragen, die du dir nicht erst nach Abflug stellen solltest. Denke daran, dass die Jobsuche mitunter gut und gerne ein paar Wochen in Anspruch nehmen kann – die du dann finanziell und sozial auch überbrücken können musst.
Apropos sozial:

3. Gruppenzwang ist kein Grund, nach Australien aufzubrechen

Deine halbe Klasse fährt nach dem Abi in Richtung Australien (oder wahlweise Neuseeland)? Eigentlich möchtest du gar nicht so weit weg, aber wenn es alle machen, muss das ja toll sein. Also suchst du dir eine Gruppe von Freunden und fährst einfach mal mit, ihr werdet schon alle zusammen Jobs finden.

Nimm es uns nicht übel, aber bei diesen – oft wiederholten – Träumereien können wir mittlerweile aus langer Erfahrung nur noch den Kopf schütteln.
Wenn du wirklich nach Australien möchtest, ist das toll, und wir können unzähligen unserer Leser und Kunden diese Erfahrung nur ans Herz legen. Dennoch ist es unabdingbar, im Vorfeld eine grobe Idee zu haben, was man von einem solchen Aufenthalt erwartet – und vor allem, ob man auch alleine zurecht käme.

Viele kleine und große „Reisegruppen“ lösen sich ohnehin bereits frühzeitig auf, weil zusammen zu reisen am Ende doch etwas anderes ist, als seit Jahren befreundet zu sein.
Außerdem wachsen Jobs – auch in Australien und zur Obsternte – nicht auf Bäumen. Kaum ein Arbeitgeber hat Lust, eine rein deutschsprachige Reisegruppe einzustellen. Da ist es besser, sich von Vornherein darauf einzustellen, im Zweifelsfall allein – und zwar mit vernünftigem Englisch und vorbereitetem Lebenslauf – auf Jobsuche zu gehen. Machen musst du die Arbeit am Ende ja ohnehin selbst.

4. Jobgarantien sind Unsinn

Von einem Working Holiday in Australien schon im Vorfeld Garantien jeglicher Art zu erwarten, ist Quatsch! Work & Travel dient im besten Sinne gerade dazu, die eigenen Grenzen kennenzulernen – und zu überschreiten. Dazu gehört es auch, sich – mit System und wohlüberlegt (siehe Punkt 2) treiben zu lassen und Gelegenheiten so zu nehmen, wie sie kommen

Wer im Vorfeld allen Ernstes eine Jobgarantie (oder eine Garantie über Unterkunft, Verpflegung, Freundschaften oder lebenslaufgeeignete Zeugnisse) erwartet, beraubt sich selbst einer unglaublichen Chance – nämlich der, zum ersten und vielleicht einzigen Mal im Leben wirklich frei zu sein.

Um zu verstehen, warum eine Jobgarantie im besten Fall problematisch ist, lohnt es sich, den Gedankengang dahinter einmal durchzugehen.
Für den australischen Arbeitgeber kann eine solche Garantie höchstens dazu dienen, um solche Jobs zu besetzen, die in Australien nun wirklich niemand machen möchte. Dazu gehören zum Beispiel Lagerarbeit, Putzjobs und Feldarbeit – und das idealerweise zu einem so günstigen Lohn wie möglich. Ist ja auch klar – warum sollten australische Arbeitgeber sich blind auf etwas einlassen, was keine deutsche Arbeitsstelle bieten würde?

Natürlich ist es völlig in Ordnung, während eines Working Holidays auch einmal in Jobs hineinzuschnuppern, die man zuhause nicht unbedingt machen würde. Doch "passen" sollte das Arbeitsverhältnis natürlich trotzdem – wenn nicht vom Inhalt her, dann doch zumindest vom Vorgesetzten, Kollegen, Umgebung, Bezahlung oder Erfahrungsmehrwert her.

Australien ist nicht nur Sydney. Und das ist auch gut so.

Wenn wir einen Euro für jeden bekämen, der oder die uns erzählt, dass in Australien nur ein Job in Sydney in Frage kommt, hätten wir wohl ausgesorgt. Doch ehrlicherweise können wir davon nur abraten.
Das Leben in Sydney ist – selbst für Australien – reichlich teuer, die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt mordend und das Finden einer geeigneten Unterkunft nicht immer einfach. Doch noch wichtiger ist, dass Australiens größte Stadt eigentlich nicht besonders australisch ist.

Wir wollen dir natürlich keineswegs vorschreiben, was du in Australien zu tun und zu lassen hast – im Gegenteil. Dich erwartet ein riesiger Kontinent voller Outback und Traumstrände, Regenwald und Wüste, charmanter Ortschaften und faszinierender Flora und Fauna. Und dann gibt es noch die Leute: Australische „Outback-Originale“ in der Tradition von Crocodile Dundee und Co sollte jeder mal getroffen haben – die gibt es aber nun einmal nicht in großen Städten

Kurzum: Sich auf Sydney zu limitieren kann oftmals nur nach hinten losgehen – und letztendlich dazu führen, dass man „enttäuscht von Australien“ ist, ohne das Land überhaupt wirklich erlebt zu haben.

 

Zusammenfassung:
Ab nach Australien. Aber nur, wenn du wirklich willst.

Work & Travel in Australien bedeutet Freiheit und Ungezwungenheit, aber auch hohe Kosten und Eigenständigkeit. Wenn du mit der Idee einer Jobgarantie und der angewöhnten Bequemlichkeit unseres rundum abgesicherten – und oftmals für uns organisierten - Lebens in Deutschland an ein Working Holiday herangehst, solltest du deine Pläne vielleicht noch einmal überdenken. Deutschland ist auch schön, und Work & Travel schlicht und einfach nicht jedermann/fraus bevorzugter Lebensstil.

Das meinen wir übrigens überhaupt nicht böse oder arrogant. Nicht jedem liegt das ungezwungene und oftmals alleinige Reisen durch wechselnde Unterkünfte. Nicht jeder kommt auch mal ohne Internet oder einen Zwanzigjahresplan klar und nicht jeder steht auf Australiens „Creepy Crawlies“.
Wenn du aber vor Abenteuerlust brennst, Selbstorganisation und den Willen zum Anpacken mitbringst, ein bisschen Geld beiseite gelegt hast und auf Sonne stehst. Na, dann nichts wie los!

© Foto: Sebastian Hopf

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